Konzentrationsschwäche – Was tun? Ursachen, Medikamente & Tipps [Rezeptfrei]

Clemens
27. Dezember 2019
Einleitung
Immer mehr Menschen leiden an unterschiedlichen Formen von Konzentrationsschwäche. Nicht nur ältere Menschen sondern auch viele Kinder haben heutzutage Probleme dabei sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren. Die Ursachen und Gründe dahinter sind sehr verschieden und sollte individuell herausgefunden werden.

Hier ist ein kompletter Überblick zum Thema Konzenrtrationsschwäche im Bezug auf die verschiedenen potentiellen Ursachen sowie Tipps und Behandlungsmöglichkeiten. Angefangen von natürlichen rezeptfreien Mitteln bis hin zu Medikamenten welche nur durch einen Arzt verordnet und eingenommen werden dürfen.

Ursachen

Wie in der Einleitung schon beschrieben können die Ursachen für Konzentrationsstörungen sehr unterschiedlich sein. Deshalb ist es wichtig sich der Thematik ganzheitlich zu nähern und potentielle Ursachen immer individuell zu bestimmten. Hier ist auf jeden ein Überblick der bekanntesten und häufigsten Ursachen für Konzentrationsmangel.

Eisenmangel

Einer der am meist verbreitetsten Ursachen für Konzentrationsschwäche ist ein Mangel am Spurenelement Eisen. Viele wissen bereits wie wichtig dieser Nährstoff ist und dass wir diesen über die Ernährung zuführen müssen. Jedoch kommt es bei vielen Menschen dennoch zu einem Mangel. In Europa betrifft das rund 5-10% der Menschen.

Eisen ist insofern so wichtig, da es für die Bildung von Blut, den Transport von Sauerstoff und zahlreichen weiteren Stoffwechselvorgängen beteiligt ist. Somit kann ein Mangel zu Konzentrationsschwäche, Energiemangel und Abgeschlagenheit führen. Die eindeutige Bestätigung kann durch Blutabnahme geschehen.

Eisenmangel kann sehr schnell entstehen wenn der Bedarf steigt. Bei Verletzungen mit Blutverlust, exzessiven Sport und Stress kann der Bedarf deutlich steigen. Dementsprechend muss auch die Zufuhr über die Ernährung steigen, da wir Eisen nicht selbst produzieren können. Gleichzeitig muss die Darmflora inakt sein um das Eisen überhaupt aufnehmen zu können. Viele haben nicht nur ein Problem mit der Zufuhr sondern auch mit der Absorption.

Idealerweise deckt man erhöhten Eisenbedarf durch eine vollwertige und vor allem ausgewogene Ernährung. Diese sollte vor allem Obst, Gemüse (insbesondere grünes Blattgemüse) Hülsenfrüchte sowie Nüsse enthalten. Zudem kann Eisen besser durch Vitamin C aufgenommen. Ein Stück Obst vor jeder Mahlzeit kann die Aufnahme deshalb begünstigen.

Vitamin B12 Mangel

Ein weiterer essentieller Nährstoff welcher von außen zugeführt werden muss und für viele Menschen nur Mangelhaft vorhanden ist ist Vitamin B12. Das Vitamin ist essentiell für die Bildung von neuen Zellen und notwendig für unser Gehirn und gesamtes zentrales Nervensystem. Ein Mangel kann nicht nur die Konzentration schwächen sondern auch schwere Schäden in unserem Gehirn verursachen.

Der Bedarf kann schnell durch Stress und hohe mentale sowie physische Aktivität entstehen.

Betroffen sind Menschen unterschiedlichster Art, da Vitamin B12 kaum in unserer Ernährung vorkommt. In pflanzlichen Produkten findet man es kaum. Tierische Produkte enthalten geringe Mengen an Vitamin B12, da es die Tiere ins Futter gemischt bekommen. Grundsätzlich wird Vitamin B12 von Bakterien gebildet welche sich in unserem Boden befinden. Somit deckt man den Bedarf am leichtesten durch erntefrisches Gemüse aus eigenem Anbau. Durch die hohen Hygienevorschriften enthält das Gemüse im Supermarkt kaum noch Vitamin B12. Veganer haben es deshalb besonders schwer.

Auch kann ein Blutbild aufklären und einen potentiellen Mangel bestimmten. Sollte dies der Fall sein kann man diesen mit einem Vitamin B12 Präparat ganz leicht beheben und sollte fortlaufend auf eine bessere Ernährung sowie intakte Darmflora achten.

Dehydration

Obwohl Wasser in der westlichen Welt und vielen entwickelten Ländern kein Problem darstellten sollte leiden doch viele Menschen an leichter Dehydration. Viele trinken einfach zu wenig und unterschätzen den täglichen Bedarf. Wasser ist lebensnotwendig und ein Mangel kann sich negativ auf den gesamten Körper auswirken. Der Großteil unseres Körpers und Gehirn besteht aus Wasser.

Umso wichtiger ist es deshalb den täglichen Bedarf nachzukommen. Dieser kann stark nach Aktivität und Lifestyle variieren. Mental und körperliche Anstrengung führt zu einem erhöhten Verbrauch. Vor allem wenn wir unter hohen Temperaturen schwitzen verlieren wir schnell viel Wasser. Aber auch im Winter kann durch trockene Heizungsluft ein erhöhter Wasserbedarf entstehen.

In der Regel sollte man mindestens 1.5l am Tag durch Trinkwasser zuführen. Auch wasserhaltiges Obst und Gemüse können zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs beitragen (v.a Melone, Gurke, Orangen etc…). Softdrinks, Alkohol und andere künstliche Getränke können dem Körper jedoch viel Wasser entziehen. Diese sollte man im Zweifelsfall meiden bzw. als Ausgleich wieder vermehrt Wasser zuführen.

Nahrungsmittel Unverträglichkeiten

Ein weiterer häufiger Grund für Konzentrationsstörungen sind Nahrungsmittel Unterverträglichkeiten. Wissenschaftlicher haben in den letzten Jahren immer mehr Erkenntnisse darüber gewonnen wie wichtig unsere Darmflora wirklich ist. Immer häufiger wird unser Verdauungssystem auch als zweites Gehirn betitelt. Das nicht ohne Grund, denn viele wichtige Neurotransmitter werden durch unsere Darmflora gesteuert. Somit hat unsere Verdauung große Auswirkung auf unsere geistige Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit.

Abgesehen von einer gesunden und vollwertigen Ernährung (welche die Basis bildet) sollte man darüber hinaus auch auf etwaige Unverträglichkeiten achten. Diese sind individuell sehr unterschiedlich und sollten deshalb auch entsprechend bestimmt werden. Nahrungsmittel die wir nicht vertragen können sich negativ auf unsere Darmflora und Verdauung auswirken.

Einer größten Unterverträglichkeiten welche nachweislich mit Brainfog, Konzentrationsschwäche und weitere Symptomen korreliert ist Gluten. Viele vertragen das Klebereiweiss nicht bzw. haben nicht die nötigen Enzyme um es vollständig abzubauen. Gluten ist unter anderem in Hafer, Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel enthalten.

Es gibt jedoch noch weitere Unterverträglichkeiten und Intoleranzen gegenüber Nahrungsmittel. Wichtig ist, dass man auf diese achtet und bei Unsicherheit von einem Arzt bestimmen lässt.

Schlafmangel

Laut aktuellen Statistiken leiden über 1/3 der westlichen Bevölkerung an Schlafstörungen unterschiedlichster Art. Schlaf ist jedoch neben der richtigen Ernährung, ausreichend Bewegung und dem Mindset einer der Hauptfaktoren wenn es um unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit geht. Während dem Schlaf regeneriert unser gesamter Körper, insbesondere unser Gehirn. Dabei werden Hormone gebildet, Schäden an Zellen und DNA repariert sowie gelernte Prozesse gespeichert und verarbeitet.

Ein Mangel an Schlaf wirkt sich somit negativ auf unsere gesamte Gesundheit und Leistungsfähigkeit aus. Das ist auch der Grund weshalb so viele Profi Sportler einen Schlafcoach haben. Optimaler Schlaf ist eine Grundvoraussetzung für optimale Leistungsfähigkeit. Wer nicht genügend qualitativ hochwertigen Schlaf bekommt wird sich auch schlechter konzentrieren können. Wir empfehlen 6-8h täglichen Schlaf mit eventuellem Powernapstagsüber bei hoher Belastung.
Schlafmangel

Bewegungsmangel

Sport und Bewegung sind essentiell für unsere Gesundheit. Vor allem das richtige Maß an Sport und die Art der Bewegung sind entscheidend. Statistiken konnten sogar nachweisen, dass 10.000 Schritte pro Tag das Risiko an Diabetes, Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen drastisch reduziert. Auch unsere geistige Gesundheit hängt stark davon ab. Das wusste auch schon die großen Denker der Menschheitsgeschichte wie Da Vinci, Isaac Newton und Hippokrates welche täglich spazieren gingen.

Auch westliche Studien und Statistiken konnten das in den letzten Jahren immer mehr bestätigen. Das liegt daran, dass durch Bewegung die Durchblutung und der Sauerstofftransport angeregt wird. Durch stundenlanges Sitzen verschlechtert sich die Durchblutung und auch unser Gehirn wird mit weniger Sauerstoff und anderen Nährstoffen versorgt.

Stress

Stress ist mitunter die häufigste Volkskrankheit. Doch Stress an sich ist nicht negativ, denn wir benötigen ein gewisses Maß an Stress. Stress durch Temperaturunterschiede, körperliche Belastung sowie geistige Anstrengung ist wichtig für unsere Entwicklung und den Erhalt unserer Gesundheit.

Dauerhaft überhöhter Stress (sowohl physisch als auch psychisch) ist jedoch wiederum schädlich. Stress führt zu erhöhter Oxidation und dadurch können Zellschäden und Entzündungen entstehen. Auch aus hormoneller Sicht wirkt sich ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel durch zu viel Stress negativ auf unsere Gesundheit aus. Entsprechend kann zu viel Stress auch zur Konzentrationsschwäche führen.

Zucker

Einer der größten Fehler den viele in der Ernährung machen ist der übermäßige Konsum von Zucker. Die meisten wissen jedoch wie negativ sich Zucker auf unsere Gesundheit auswirkt. Neueste Studien konnten sogar nachweisen, dass Zucker im Gehirn die gleichen Regionen aktiviert wie Heroin und ähnliches Abhängigkeitspotential besitzt.

Zucker wirkt sich insofern negativ auf unsere Gesundheit aus weil es sich stark auf unseren Blutzuckerspiegel auswirkt und diesen aus der Balance bringen kann. Wenn der Blutzucker zu hoch ist sind wir meist zu stimuliert und aktiv. Wenn dieser jedoch zu niedrig ist werden wir müde. Beides ist nicht optimal für unsere Konzentration. Idealerweise sollte der Blutzuckerspiegel über einen längeren Zeitraum stabil bleiben um sich fortlaufend entsprechend gut konzentrieren zu können.

Tipps & Behandlung

Wenn eine Konzentrationsschwäche vorliegt gilt es diese auf jeden Fall individuell zu bestimmen und zu behandeln. Wenn man sich nicht sicher ist kann man einen Test machen und optional einen Arzt in Erwägung ziehen wenn man sich nicht sicher ist. Vor allem wenn Nährstoffmängel vorliegen und man ein Blutbild machen muss. Hier ist jedoch eine Übersicht der praktischsten Tipps & Behandlungsmöglichkeiten für Konzentrationsschwächen.

Ernährungsumstellung

Einer der ersten Möglichkeiten die man hat ist eine Ernährungsumstellung. Diese kann man selbst durchführen oder einen Arzt bzw. Diätologen um Rat ziehen. Dabei ist wichtig, dass man einerseits die notwendigen Nährstoffe zuführt welche eventuell fehlen und gleichzeitig potentielle Unverträglichkeiten bestimmt und berücksichtigt. Darüber hinaus sollte man auf den Aufbau oder Wiederherstellung einer gesunden Darmflora achten damit die zugeführten Nährstoffe auch aufgenommen werden können.

Grundsätzlich sollte man dabei aber darauf achten sich ausgewogen, biologisch und vor allem vollwertig zu ernähren. Gewisse Genuss- bzw. Suchtmittel wie Alkohol, Tabak, Fast Food etc. sollte man natürlich reduzieren bzw. im Idealfall ausschließen. Diese werden in den meisten Fällen nämlich auch unterschätzt.

Meditation

Eine absolut kostenlose aber nichts desto trotz ausgesprochen effektive Möglichkeiten um Stress zu reduzieren und seine geistige Gesundheit zu fördern ist Meditation. Seit über 1000 Jahren ist das stille Sitzen (wobei es auch stehende und dynamische Meditieren gibt) ein fester Bestandteil vieler östlicher Kulturen und Religionen. Mittlerweile konnten auch westliche Wissenschaftlicher die positive Wirkung auf Konzentration und Entspannung nachweisen.

Nootropika

Nootropika sind in den letzten Jahren immer bekannter geworden bzw. die Aufmerksamkeit zu diesem Thema wird immer größer. Vor allem in Biohacking kreisen ist der Begriff fest etabliert. Aber auch aus medizinischer Sicht werden Nootropika relevanter. Darunter versteht man Substanzen welche sich positiv auf unser Gehirn und unser zentrales Nervensystem auswirken. Nachfolgend eine Liste an natürlichen Nootropika welche die geistige Gesundheit und oder Leistungsfähigkeit steigern können.

  • Bacopa Monnieri
  • Ginkgo Biloba
  • Matcha tee
  • Schwarzer Kaffee
  • L-Theanin (vor allem in Kombination mit Kaffee)
  • Citicolin ((Einer der wichtigsten Nährstoffe für die Bildung von Acetylcholin (Neutrotransmitter welcher die Konzentration steigert))
  • Medikamente

    Aktuell gibt es auch zahlreiche Medikamente am Markt welche gegen Konzentrationsschwäche eingesetzt werden. Meist werden diese gegen die Behandlung von ADHS eingesetzt. Auch hierfür gibt es keine Empfehlung, da diese nur durch denen behandelten Arzt empfohlen und verschrieben werden dürfen. Dazu fallen unter anderem.

  • Methylphenidat (Ritalin)
  • Modafinil
  • Piracetam
  • Homöopathie

    Die Homöopathie ist ausgesprochen umstrittenes Gebiet der alternativen Behandlungsmöglichkeiten. Diesbezüglich können und möchten wir auch keine Empfehlung aussprechen, da es dafür keine wissenschaftlichen Belege gibt und viele Behauptung nicht belegt werden konnten. Jedoch ist es eine Möglichkeiten für all jene die viel von dem Konzept halten.

    Erfahrung

    Unserer Erfahrung nach ist die Konzentration oder geistige Leistungsfähigkeit ganz stark von unserer Ernährung abhängig. Fast Food ist einer der Hauptgründe für Müdigkeit und Konzentrationsschwäche. Wenn man es erstmal gewohnt ist sich gesund zu ernähren wird man den Kontrast nach einer ungesunden bzw. Fast Food Mahlzeit deutlich spüren. Deshalb hatten wir die besten Resultate im Bezug auf geistige Performance mit der richtigen Ernährung.

    Darüber hinaus ist bei uns Sport ein fester Bestandteil unseres Lifestyle. Genauso wie ausreichend qualitativ hochwertiger Schlaf und der Verzicht auf Suchtmittel.

    Wer jedoch noch weiter gehen möchte kann gewisse Nootropika bzw. Brainenhancer testen um das meiste aus der eigenen mentalen Leistungsfähigkeit zu holen.

    Produktempfehlung

    Unsere Produktempfehlung liegt in diesem Fall ganz klar beim japanischen Bio-Matcha von Attilia Hildmann. Dieser überzeugt durch Qualität und Geschmack. Durch die Kombination aus natürlich vorkommenden Koffein und L-Theanin hat meine angenehme wach machende Wirkung welche sich positiv auf die geistige Klarheit und Konzentration auswirkt.

    Zusammenfassung

    Zusammenfassend können Konzentrationsstörungen unterschiedlichster Art bei einer Vielzahl von Menschen auftreten. Die Ursachen dafür sind verschieden und müssen individuell gefunden werden. Genauso wie die entsprechende Behandlungsmethode. Jedoch sollte ma zu aller erst auf die grundlegenden Aspekte wie Ernährung, Schlaf und Bewegung achten. Die meisten Ursachen sind nämlich auf diese Grundfaktoren zurückzuführen.

    Letztendlich sollte man das Problem Konzentrationsstörungen ganzheitlich betrachten und auch entsprechend dagegen vorgehen.
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    Hey, mein Name ist Clemens Kohlbacher und ich Co Founder von You Optimized. Als Biohacker und Ernährungsberater habe ich über die Jahre hinweg zahlreiche Erfahrungen und Know How gesammelt. Diese teile ich in unserem Magazin gerne mit euch.
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