Hanföl – warum es für Hautpflege sinnvoll ist!

Michael Saurug
16. Dezember 2019

Hanföl ist eigentlich Hanfsamenöl. Es wird gewonnen durch ein Kaltpressverfahren der Samen der Hanfpflanze. Dabei wird ein Öl gewonnen, das grün ist, nussig schmeckt und sich total von CBD Öl unterscheidet. Aber wie kann es sich von CBD Öl unterscheiden, wenn es doch von der gleichen Pflanze kommt? Ganz einfach: CBD Öl und andere CBD Produkte werden aus der Blüte und den Blättern der Cannabispflanzen gewonnen. Hanfsamenöl wird aber aus den Samen hergestellt – es enthält kein THC (Tetrahydrocannabinol, der psychoaktive und illegale Wirkstoff). Hanföl hat diverse positive Eigenschaften, welche die Gesundheit der Haut erhöhen bzw. erhalten können. Dazu zählen unter anderem die Versorgung der Haut mit Vitaminen und die Feuchthaltung. Auch gibt es, teilweise wissenschaftlich untermauerte Behauptungen, dass Hanföl bei gewissen Hautkrankheiten eine gesundheitsfördernde Rolle spielt.

Wirkungen von Hanföl auf die Haut

Hanföl kann sowohl äußerlich angewendet werden, z.B. in Form von Hanfkosmetika oder auch in purer Form, als auch eingenommen werden.

Generelle Wirkungen, die Hanföl dabei zeigen, umfassen:

Regulierung der Fettproduktion der Haut

Trockene Haut ist einer der Hauptgründe für die Entstehung von Akne. Durch Hauttrockenheit wird nämlich die Fettbildung der Haut angeregt, die wiederum zur Verstopfung der Poren führt – Verstopfte Poren bedeuten Pickel.

Hanföl eignet sich dabei perfekt als Feuchtigkeitspflege der Haut, ganz ohne sie zusätzlich ölig oder fettig zu machen. Dadurch wird die hauteigene Fettproduktion reguliert und Aknebildung verhindert.

Spenden von Feuchtigkeit und Reduktion von Entzündungen

Hanföl enthält wertvolle Fettsäuren, eine davon ist die Omega 6 Fettsäure. Sie enthält Gammalinolensäure (GLA), die maßgeblich verantwortlich ist für das Wachstum und die Neubildung von Hautzellen. Darüberhinaus ist Gammalinolensäure ein sehr wirksames Anti-Entzündungsmittel. Es kann helfen Hautirritationen und Krankheiten wie Akne schneller abklingen zu lassen und Hautrötungen zu lindern.

Hanföl als perfekter Bestandteil der täglichen Hautpflegeroutine oder Kosmetikbestandteil
Hanföl als perfekter Bestandteil der täglichen Hautpflegeroutine oder Kosmetikbestandteil

Anti-Falten und Anti-Aging Eigenschaften

Anti-Aging ist ein Buzzword der Kosmetikbranche. Viele teure Kosmetika werden unter dem Versprechen verkauft, den Hautalterungsprozess zu verlangsamen und die Haut jünger aussehen zu lassen. Viel einfacher, effektiver und günstiger ist dabei meistens der Weg über natürliche Wirkstoffe, wie etwa Hanföl.

Hanföl spendet nicht nur Feuchtigkeit und Vitamine, die gegen den natürlichen Alterungsprozess der Haut wirken, sondern auch Linolsäure und Ölsäuren, die verhindern, dass die Haut Zeichen von Alterung annimmt.

Für welche Hautkrankheiten eignet sich Hanföl am besten?

Hanföl ist nicht nur für die tägliche Hautpflege und als Nahrungsergänzung äußerst sinnvoll, sondern kann auch als Heilmittel bzw. ergänzende Maßnahme bei Hauterkrankungen eingesetzt werden. Auch soll es angeblich die Hautbarriere stärken und somit unempfindlicher gegenüber Viren, Bakterien und Pilzinfektionen machen.

Behandlung von Dermatitis und Ekzemen

Hanföl ist weiters sehr gut geeignet für die Behandlung von Dermatitis und anderer entzündlicher Hautkrankheiten (Ekzeme). Eine Studie hat dabei bestätigt, dass die Anwendung von Hanföl die Symptome und Gegenwart von Dermatitis nach 20 Wochen erheblich reduzieren konnte.

Behandlung von Akne

Akne Vulgaris ist eine der verbreitetsten Hautkrankheiten der Welt. Sie betrifft hunderte Millionen von Menschen und beeinflusst deren Leben negativ. Eine Studie aus dem Jahr 2014 besagt, dass Hanföl (Nicht-psychotropes Phytocannabinoid Cannabidiol) hilfreich sein soll, bei der Bekämpfung von Akne und Linderung der Symptome.

Behandlung von Schuppenflechte

Eine weitere Studie hat bestätigt, dass Hanföl positiv bei Schuppenflechte wirken soll. Die in Hanföl enthaltenen Omega 3 Fettsäuren wirken dabei am besten in Kombination mit Vitamin D, Vitamin B12 und Selen sowie einer UV-B Lichttherapie.

Wie wende ich das Öl zur Hautpflege richtig an?

Es gibt verschiedene Anwendungsarten, durch die unsere Haut von Hanföl profitieren kann.

Äußerliche Anwendung

Die äußerliche Anwendung umfasst die Anwendung von Hanföl als Inhaltsstoff von Kosmetika und natürlich die reine, direkte Anwendung des puren Öls. Die äußerliche Anwendung eignet sich am besten bei akuten und lokalen Hautirritationen und Krankheiten, sowie Hauttrockenheit.

Vor der Anwendung (vor allem von purem Hanföl) sollte man sicherstellen, dass man nicht allergisch reagiert.

Dazu am besten eine kleine Stelle am Arm mit Seife waschen, trocknen und eine kleine Menge Hanföl auftragen. Diese Stelle dann über Nacht bandagieren und am nächsten Tag nachschauen, ob Hautrötungen, Brennen, Stiche oder Juckreiz entstanden sind. Wenn keine Reaktionen zu sehen bzw. spüren sind, kann man das Hanföl bedenkenlos verwenden.

Neben der puren Anwendung von Hanföl und Anwendung von Hanfölhaltigen Kosmetika, kann man sich auch seine eigenen Ölmixturen zur Auftragung auf die Haut herstellen.

Besonders gut lassen sich, aufgrund ähnlicher entzündungshemmender und antibakterieller Eigenschaften, Kokosnussöl, Lavendelöl, Rosmarinöl und Teebaumöl mit Hanföl kombinieren. Diese Öle sind aber nur äußerlich anzuwenden!

Hanföl lässt sich gut mit anderen Ölen kombinieren, die auch hautpflegende Eigenschaften besitzen
Hanföl lässt sich gut mit anderen Ölen kombinieren, die auch hautpflegende Eigenschaften besitzen

Orale Anwendung

Die orale Einnahme lässt einen ebenso von den Vorteilen von Hanföl profitieren. Die Wirkung ist dabei die selbe. Es besteht dabei jedoch kein Risiko für Hautirritationen, dafür eine mögliche Verstimmung der Verdauung.

Eine Absprache mit dem Arzt ist vor der Einnahme sinnvoll und angeraten.

Die optimale Dosis von Hanföl ist 1-2 Teelöffel pro Tag.

Selbstverständlich kann man Hanföl auch für den Verzehr in ein Kochrezept mit einbauen. Der bittere Geschmack von Hanföl ist nicht jedermanns Sache, daher kann man seinen Hanfölbedarf durch Zugabe zu anderen Speisen, decken.

Gibt es Nebenwirkungen und Risiken bei Hanföl zur Hautpflege?

Hanföl ist in den meisten Fällen unbedenklich in seiner Anwendung, sowohl äußerlich als auch bei oralem Verzehr.

Mögliche Nebenwirkungen, die bei manchen Menschen auftreten können umfassen leichte Irritationen der Haut bei allergischer Reaktion, Verdauungsstörungen und dünnflüssiger Stuhlgang sowie eine mögliche Wechselmirkung mit Blutverdünnern (falls eingenommen), was zu einer verlangsamten Thrombozytenbildung führt.

Zusammenfassung

Abschließend kann gesagt werden, dass Hanföl eine sehr wertvolle Quelle für essenzielle Fettsäuren darstellt und aufgrund seiner positiven Wirkung auf Alterung und Erscheinungsbild der Haut sehr gut für die tägliche Hautpflege geeignet ist.

Die zusätzliche Wirkung auf Hautkrankheiten und deren Symptome lässt es zu einem wichtigen Bestandteil der täglichen Körperpflegeroutine als auch der Ergänzung der Ernährung werden. Hanföl ist biologisch und in den meisten Fällen sehr gut verträglich.

Quellenangabe:

http://www.davoil.ro/documente/efficacy-of-dietary-hempseed-oil-in-patients-with-atopic-dermatitis.pdf

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16019622

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4151231/

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